„Provinzen der Barbarei und des Luxus“ - Internationale Kulturtage Mare Balticum

Baltische Mythen, Legenden und Ikonen 

17. - 19. November 2017 in Darmstadt

„Geben wir dem Volk ein Epos und eine Geschichte und alles ist gewonnen“, forderte 1839 – zu Beginn des „nationalen Erwachens“ im Baltikum – der estophiledeutschbaltische Arzt und Schriftsteller Georg Schultz-Bertram. „Lasst uns Gedenktage erfinden!“ so schien Ende des 20. Jahrhunderts das Mottoder staatlichen Erinnerungspolitik der Balten zu lauten, als es galt, angesichts der Neuschreibung ihrer Geschichte nach dem Ende der Sowjetherrschaft eigenesinnstiftende Symbole zu entwickeln.

Konträre Narrative, nationale Rituale, Erinnerungskulturen und Selbstvergewisserungen prägen seit Jahrhunderten die multiethnische Region des Baltikums.

Die Vorträge der Internationalen Kulturtage Mare Balticum untersuchten in einem Querschnitt durch die Geschichte einige dieser kanonisierten und markantenGeschichtsbilder. Das „vielstimmige“ kulturelle Erbe zu bewahren und der Austauschder Erkenntnisse sind Schritte auf dem Weg in ein gemeinsames Europa.

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