Deutsch-Baltischer Freundeskreis in Baden-Württemberg e.V., Deutsch-Baltische Landsmannschaft


1. Vorsitzender:
Peter Heinichen, Dorfweg 1, 76596 Forbach-Gausbach,
Tel. 07228-1723, Fax 07228-969651, E-Mail: peterheinichen@web.de
Webseite: https://www.deutsch-balten-bawü.de Die weiteren Mitglieder des Landespräsidiums: M. Heinichen, K. Fuchs, S. Lazdina-Purvinska. Zur Homepage des Deutsch-Baltischen Freundeskreises in Baden Württemberg e.V. gelangen Sie hier. Der Deutsch-Baltisches Freundeskreis in BaWü e.V., Dt.-Balt. Landsmannschaft hat als Mitgliederverband zur Zeit zwei unselbständige Bezirksgruppen. Alle Mitglieder sind landesunmittelbare Mitglieder.
Der Jahresbeitrag von zur Zeit 30 € ist über die Bezirksgruppe zu bezahlen.
Sonderabsprachen wegen der Höhe des Beitrages sind möglich.
Jugendliche in Ausbildung können auf Antrag und Vorlage entsprechender Bescheinigungen ganz von der Beitragszahlung befreit werden.

In der Zeit um Johanni veranstaltet der Freundeskreis in eigener Regie seit 40 Jahren seine dreitägigen Baltischen Kulturtage. Seit 2017 finden diese im Schloß Unteröwisheim im badischen Kraichgau, in der Nähe von Bruchsal statt.
Die Programme in den einzelnen Bezirksgruppen sind individuell auf die Bedürfnisse der Mitglieder in den Gruppen abgestimmt. Verbindungsmann zum Balt. Altersheim in Sulz/Neckar - Katharinenstift: Hans-Werner Carlhoff
Tiefer Weg 21
70599 Stuttgart
Tel. 0711-453364
Für Fragen bzgl. der Jugend und der mittleren Generation wende man sich entweder an:
Magnus Heinichen
Kärntner-Straße 18 f, 76227 Karlsruhe
Tel.: 0721-47035244
E-Mail: magnus-heinichen@web.de
oder an den den 1. Landesvorsitzenden. Bezirksgruppen: BODENSEEREGION: Sandra Lazdina-Purvinska, St. Judokusweg 21, 88090 Immenstadt,
Tel. 07545-5016232 KARLSRUHE/FREIBURG: Peter Heinichen, Dorfweg 1, 76596 Forbach,
Tel.: 07228-1723, E-Mail: peterheinichen@web.de




Deutsch-Baltische Landsmannschaft in Bayern e.V.


Vorsitzende:
Gertje Anton, Hauptstr. 138, 85579 Neubiberg, Tel. 089-66009910, E-Mail: Gertje.anton@outlook.de
Zur Homepage der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Bayern e.V. gelangen Sie hier.
Sie finden neben zahlreichen Informationen zur DBL Bayern e.V. in der Rubrik "Aktuelles und Termine" Hinweise zu unseren Veranstaltungen sowie die viermal jährlich erscheinenden "Nachrichten für Balten in Bayern" zum Download. Dipl.-Ing. Paul Rohkst
wurde jetzt von der DBL Bayern für seine langjährige Tätigkeit als Leiter der Gruppe Ost-Oberbayern mit dem Baltenkreuz mit Eichenlaub geehrt. Er hatte sein Amt aus gesundheitlichen und Altersgründen niedergelegt. Gedenken an den 22. Mai 1919 Stahlgewitter, in Ernst Jüngers Kriegstagebuch eindrucksvoll beschrieben, bestimmten das zweite Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts, und eines wurde Teil der baltischen Geschichte: die Befreiung Rigas durch eine aufopferungsbereite Truppe der Baltischen Landeswehr vor exakt 90 Jahren.
Politik führte diesen Heldenmut zwar 20 Jahre später ad absurdum, aber die Überlebenden des 17 Monate dauernden Kampfes haben ihren Einsatz nicht bedauert. Es war ihnen ja gelungen, eine große Zahl von Menschen vor Tod oder Verschleppung zu erretten und eine bolschewistische Herrschaft weitgehend zu unterbinden. Heldentum fragt nicht nach Dauerhaftigkeit des Erfolgs und auch nicht nach Eingang in die Geschichtsbücher. Aber für alle Generationen der Nachgeborenen stellt es eine moralische Orientierungsmarke dar und gleichzeitig den Appell, weder die Leistung noch die zugrunde liegende Einstellung zu vergessen. Heldentat hat nicht Heldentum zum Ziel, sondern entsteht unter dem Druck äußerer Umstände, in denen der Mutige sein Leben und seine Existenz für Hilf- und Wehrlose einsetzt.
Wenn wir diese jungen Menschen, die vor 90 Jahren ihr Leben für die Freiheit ihres Landes aufs Spiel setzten, vergessen, stirbt nicht nur die Erinnerung, sondern ein Teil unserer baltischen Geschichte. Wer Menschlichkeit bewahren und üben möchte, wird diesen 22. Mai 1919 stets in Erinnerung behalten und diese Erinnerung unbeschädigt an seine Kinder weitergeben.
Michael Baron v. Grotthuss




Deutsch-Baltische Landsmannschaft in Hamburg e.V. (Baltenverband)


Vorsitzende: Mareile Thomson
Ahrensburger Straße 29a, 22041 Hamburg
Tel.: 040-6562837
E-Mail: mareile.thomson@web.de Veranstaltungsort der monatlichen Treffen ist das Gemeindehaus der St. Martinuskirche, Martinistr. 33, 20251 Hamburg.
Die Mitglieder der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Hamburg verbindet die Liebe zu den baltischen Ländern und das Interesse an deutschbaltischen und baltischen Themen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Deshalb lädt die Vorsitzende Mareile Thomson an neun Sonntagen im Jahr neben dem gemütlichen Beisammensein mit belegten Broten und selbstgebackenen Kuchen, von Mitgliedern liebevoll zubereitet, zu abwechslungsreichen und immer interessanten Vorträgen und mehr ins Martinigemeindehaus in Eppendorf.
Die Bandbreite der Vorträge ist groß. Sie umfasst u.a. Filme und Reiseberichte über das Baltikum, aktuelles aus der deutsch-baltischen Jugendarbeit bei DbJuStR und Deutsch-Baltischem Jugendwerk, Aktivitäten anderer deutschbaltischer Organisationen, Lebens- und Familienberichte. Wichtig ist die Mischung, dabei liegt der Schwerpunkt in der aktuellen deutschbaltischen Arbeit und dem Baltikum im 21 Jahrhundert. Schon bei seiner Gründung wurden Pflege der Traditionen und des deutschbaltischen Kulturguts sowie ein enger geistiger und gesellschaftlicher Kontakt unter den Landsleuten als Ziel und Aufgabe des Vereins, der früher Baltenverband hieß, benannt.
Beidem ist der Verein treu geblieben, denn Offenheit für Neues und Interesse am Hier und Jetzt sind ebenso deutschbaltische Tradition wie Pratchen erzählen. Neben den neun Sonntagstreffen gehört die Andacht mit Abendmahl am 6. Januar wie ein gemeinsamer Ausflug im Juni zu den Aktivitäten. Eine großen geselligen Höhepunkt – bekannt auch über Hamburg hinaus – ist der Frühlingsball, organisiert von Cornelia Lyra, im Jahr da. Für die in der Regel 130 Gäste, davon etwa ein Drittel unter 30 Jahren, werden die Mozartsäle im Logenhaus Ort einer rauschenden Ballnacht, in der Alt und Jung fröhlich und stilvoll miteinander feiern. Tourenwalzer, Francaise und Wengerka dürfen dabei nicht fehlen. Die Deutsch-Baltische Landsmannschaft in Hamburg (Baltenverband) ist Mitglied in der Deutsch-Baltischen Gesellschaft. Die meisten der Mitglieder sind noch im Baltikum geboren oder haben baltische Vorfahren, aber schon immer waren Menschen ohne deutschbaltische Wurzeln, die sich dem Baltikum und unserer Gemeinschaft verbunden fühlen, gern gesehene Gäste und Mitglieder im Verein. Neue Gesichter sind uns stets herzlich willkommen.

Bericht für den Bundesdelegiertentag 2020

Der Vorstand der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Hamburg hatte den nachfolgenden jährlichen Bericht für die Bundesversammlung verfasst. Auch wenn diese wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, veröffentlichen wir hier den Bericht, um möglichst viele Mitglieder über die Arbeit im Landesverband zu unterrichten.

Programm:

Januar 2019

Baltischer Gottesdienst mit Pastor Peter Barth

Februar 2019

Fest des Liedes. Das Sängerfest 2018 in Lettland, begleitet von Pastor Helmuth Brauer, Lübeck.

März 2019

Mitgliederversammlung

Frühlingsball 2019

April 2019

Referat über die Wiedereröffnung des Ostpreußischen Landesmuseums mit Deutschbaltischer Abteilung von Dr. Eike Eckert, Lüneburg

Mai 2019

Hundert Jahre Latvija. Erlebt und dokumentiert mit Gerda Kohl, Neumünster.

Juni 2019

Ausfahrt nach Lüneburg zum Ostpreußischen Landesmuseum. Mit einer Führung durch die Deutschbaltische Abteilung.

September 2019

Dr. Martin Pabst berichtete von der ersten Deutsch-Baltischen Konferenz, die das Deutsch-Baltische Jugendwerk Anfang Juli in Riga veranstaltete.

Oktober 2019

Impressionen aus baltischer Arbeit. Ein Videozusammenschnitt, vorgeführt von Cornelia Lyra.

November 2019

Maximilian Wende, Göttingen, berichtete über seinen Aufenthalt bei Deutsch-Balten in Kanada.

Für den Dezember 2019 konnten wir keinen Termin bei St. Martinus bekommen. Für

verschiedene Jubiläen braucht die Kirchengemeinde alle verfügbaren Räume.




Deutsch-Baltische Gesellschaft in Hessen und Thüringen e.V.


Vorsitzender:
Jürgen v. Boetticher
Pfingstbornstr. 83, 65207 Wiesbaden
Tel.: 06122-12549
Fax: 06122-9324226
E-Mail: juinaboe@gmx.de
Geschäftsstelle
Haus der Deutsch-Balten, Herdweg 79, 64285 Darmstadt
Tel.: 06151-43457, Fax: 06151-48302
E-Mail: info@deutsch-balten.de Bankverbindung:
Frankfurter Volksbank
IBAN: DE22 5019 0000 6000 7308 13; BIC: FFVBDEFF Unsere Satzung Monatstreffen in Frankfurt/Main im Kakao-Kaffee Haus Nussknacker, Karlsruher Str. 5, 60329 Frankfurt
Treffen der Ortsgruppe Darmstadt jeweils am zweiten Donnerstag jedes Monats um 15:00 Uhr im Haus der Deutsch-Balten, Herdweg 79, Darmstadt Nähere Informationen zu allen Treffen bei der Geschäftsstelle Aktuelles Karin Kober berichte vom Treffen der Deutsch-Balten aus Hessen und Thüringen am 22. Oktober 2016 in Erfurt Frühmorgens um 6 Uhr klingelte der Wecker zur Abfahrt um 7 Uhr nach Dietzenbach. In einer Viertelstunde waren wir bei Familie Haskanli, eine Viertelstunde früher als verabredet. Wir klingelten und klingelten, nichts! Kurzerhand kletterten wir über den Gartenzaun, klopften, - da kamen sie, es ging los. Unser Navi lotste uns verquer, wir mussten wenden. Doch endlich kamen wir auf die rechte Autobahn. Wir hatten heißen Tee und Brötchen eingepackt für eine kurze Pause auf halbem Wege. Um ½ 11 Uhr fanden wir den Domplatz und das Mittagslokal, das aber noch geschlossen war. Unser Gepäck parkten wir gleich nebenan freundlicherweise in einer sehr originellen Kaffee-Rösterei und –Bar. Am Obelisken trafen wir Frau Siebeck mit Sohn und Gehwagen, etwas später auch Frau Weinberger. Wir gingen über den wunderschönen, reichhaltigen bunten Markt mit Strohblumen und Zwiebelzöpfen, Eierlikör, alles selbstgemacht, mit Gemüse. Kleidung, Esswaren, alles reichhaltig bestückt! Mit leichtem Regen und Schirmen starteten wir zur Stadtführung. In Hessen waren wegen Hochzeit, Verlobungsreise, Familientreffen, Ferienfahrten, Buchmesse und Krankheiten zuletzt noch einige Absagen gekommen. Frau Weinberger führte uns durch geheimnisvolle, enge Gassen zu sehr alten, renovierten, mächtigen Häusern, zu einer sehr alten Synagoge, zu einem Brunnen mit den Bremer Stadtmusikanten, über die Krämerbrücke zum Fluss Gera. Erfurt, mit Stapelrecht, weltberühmter Waidproduktion, eine sehr reiche Handelsmetropole, früher unter Schwedischer und unter Mainzer Regierung, machte uns mächtig Eindruck.
So besonders schön habe ich Erfurt noch nie kennengelernt! Es gibt viel zu entdecken!
Zum Mittagessen trafen wir uns mit 4 weiteren Erfurtern in einem italienischen Restaurant mit prächtigem Blick auf den Domplatze. 10 Personen füllten jetzt unsere Tafel. Nach einer kleinen Ansprache von mir speisten wir alle gut, gemütlich und mit vielen Erzählungen. Frau Siebeck erhielt eine große Flasche Frankfurter Äppelwoi, Frau Weinberger ebenso, dazu ein Frankfurter Buch für ihre besonders gute Stadtführung.
Danach gab’s ein Konzert, Frau Weinberger mit ihrer Geige, dazu die Blechbläser Kober. Improvisiert und ungeprobt spielten wir Choräle und Volkslieder und natürlich auch: „Segne und behüte“, allen Deutschbalten bekannt! Die Zuhörer waren erfreut.
Zum Kaffee erschien Frau Weinbergers Tochter Verena mit ihrem 10 jährigen Tamino und dem 2 jährigen Alexander, so dass wir statt Kuchen noch 2 Pizzen für sie bestellten und für die übrigen war nach freier Wahl die Kaffee-Einladung von Darmstadt spendiert.
Danach mussten wir uns leider eilen, uns auf die Heimfahrt zu begeben. Etwa um 17 Uhr starteten wir und erreichten ohne Stop Dietzenbach um 19.20 Uhr wohlbehalten.
Ein erlebnisreicher Tag voller guter Eindrücke und anregender Gespräche bleibt in unserem Gedächtnis.
Es waren erschienen aus Erfurt: Frau Siebeck mit Sohn, Frau Weinberger mit Freund, mit Tochter Verena und 2 Enkeln, Frau Hannelore Müller, Frau Regina Pfesdorf (ohne Herrn Launert und Frau Schoffe). Aus Hessen kamen Haskanlis und Kobers.
Wir empfahlen Herrn Siebeck und Frau Weinberger ein kleines Baltentreffen in einem Lokal neu zu gründen mit kleiner Vorleselektüre. Frau Weinberger schlug vor, dieses Treffen nächstes Jahr in Weimar genauso zu wiederholen, in der Hoffnung, dass dann noch einige mehr dabei wären. Herzliche Grüße und Wünsche von Thüringen bekamen wir mit auf den Weg nach Hessen
Es war wunderschön. Karin Kober berichtet von einem kleinen estnischen Literaturabend anlässlich der Buchmesse in Frankfurt Auf Empfehlung von Herrn Jürgen von Boetticher meldeten wir uns am Mittwoch, d. 19.10.2016 per E-Mail bei Frau Eha Salla in Mainz zu dem kleinen estnischen Literaturabend in Frankfurt am Main, Heiligkreuzgasse 31, an.
Als wir die gemütliche Pankuka Bar ‚Baltique‘ betraten, empfing uns eine große, lange Tafel mit vielen Teilnehmern, die alle herrliche, baltische Gerichte verspeisten. Wir setzten uns gerade noch dazu und bestellten die vielgerühmten ‚Pankuki aus Buchweizenmehl, die mit Lachs, Käse und Spinat, Nüssen, Salat und kleinen Schmandsoßen mit Quittensaft, Kwass oder anderen baltischen Getränken serviert wurden. Außer uns waren noch zwei weitere, uns bekannte Ehepaare, gekommen. Daneben saßen noch viele junge Teilnehmer von der estnischen Gemeinde an dieser Tafel.
Nach der guten Stärkung erhob sich ein flotter, junger Mann, Herr Indrek Koff, der estnische Schriftsteller, der aus Anlass der Buchmesse in Frankfurt weilte, und las uns in Estnisch eine seiner Geschichten vor. Dabei konnten wir den Laut und Klang dieser baltischen Sprache genießen. Danach las er diese nochmals in Deutsch vor. Auf sehr lyrische Weise drückte er darin aus, was ein Märchen alles seien kann und regte damit sehr meine Fantasie an. Es folgte eine zweite Geschichte in Deutsch, dann in Estnisch. Die Zuhörer zog er durchs Vorlesen in seinen Bann!
Herr Koff, eigentlich Kinderbuchautor, reichte noch Bilderbücher herum mit wunderschönen Bildern und bunten Zeichnungen, die mich entzückten!
Auch die neue estnische Kulturattachee, Marit Kopli, war gekommen.
Wir saßen neben einem sehr netten, jungen estnischen Paar, das aus Darmstadt gekommen war.
Sie erzählten uns, dass sie Johanni immer so schön feiern würden. Fröhlich und zufrieden über diesen schönen Abend gingen wir heim. Im fünften Koffer ist das Meer - Kulturnachmittag der DBGes Hessen am 4. Oktober 2016 in Frankfurt. Frau Bosse-Sporleder, Freiburg, las neue Texte aus ihrem Buch „Im fünften Koffer ist das Meer“. Es hat eine besondere Bewandtnis mit diesem Buch. Es gibt Erinnerungen wieder an die Kindheit der Verfasserin in Reval/Tallinn, Umsiedlung, Flucht und Emigration, Studium und Dozententätigkeit in Kanada und Finnland. Auf der Suche nach Autoren, die spezielle Seiten der jüngeren Geschichte Estlands aus eigenem Erleben schildern, hatte sich der estnische Verlag Petrone Print an Frau Bosse-Sporleder mit der Bitte um Ergänzung ihrer Texte um Familiengeschichte (auch Fotos) und Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten gewandt. Er brachte nun die estnische Fassung des erweiterten Buches heraus. Die Frankfurter Deutschbalten-Gruppe, die Frau Bosse-Sporleder schon von einer früheren Lesung aus der deutschen ersten Ausgabe des Buches (Verlag Libelle 2013) kannte, konnte nun in der neuen erweiterten Form der Erinnerungen (auf Deutsch) miterleben, in welcher ungewöhnlichen und unerwarteten Form die baltische Herkunft für Frau Bosse-Sporleder in der zweiten Lebenshälfte zu einem neuen intensiven Verhältnis zur alten Heimat geführt hat. Durch Besitz eines alten Hauses, Reiseleitungen, Kurse für estnische Deutschlehrerinnen u.a. gab es Anlass für mehr als einhundert Reisen nach Estland! Neue Freundschaften entstanden, Interesse und Wärme für das kleine Land an der Ostsee vertieften sich. Wie viele Leute schon nach der ersten Estlandreise schwärmte auch Frau Bosse-Sporleder vom unvergleichlich hohen Himmel. Die Zuhörer in Frankfurt tauschten Erfahrungen mit der Autorin aus und waren sehr einverstanden mit dem Bild der Deutschbalten, das interessierten Esten durch das neue Buch vermittelt wird.
Uta Angerer Es sprudelt – Kulturnachmittag der DBGes Hessen am 5. April 2016 in Frankfurt Eigentlich sollte es am 5. April in Frankfurt um August von Kotzebue gehen. Aber da der Kulturreferent der estnischen Botschaft überraschend absagte, sprang Robert Kober mit einem sprudelnden Vortrag über das Wasser ein, der sich vom Buch des japanischen Wissenschaftlers Masuru Emboto „Wasser, die wunderbare Quelle des Lebens“ inspirieren ließ. Jener habe bei der mikroskopischen Untersuchung von Eiskristallen ganz unterschiedliche Strukturen beobachtet, die jenseits der chemischen Zusammensetzung auf externe Einflüsse reagierten und energetische Qualitäten entwickelten: Beschalle man Wasser z.B. mit Musik von Bach oder setze es einer Gebetszeremonie aus, entständen gleichmäßig geformte Kristalle; unter „heavy-metal“ dagegen unharmonisch strukturierte, wie sie auch verschmutztes Flusswasser aufweise. Wasser reagiere sogar auf Gefühle und Gedanken, die ihm „entgegen-gebracht“ werden. Das klingt zwar ein wenig esoterisch, die Zuhörer aber ließen sich gern von der Begeisterung des Referenten für die heilende Kraft des Wassers anstecken. Hier verwies er auf das Buch: „Sie sind nicht krank, sie sind durstig“ von Dr. med. F. Batmanghelidj. Karin Kober servierte ihnen dazu Kostproben aus verschiedenen natürlichen Quellen. Sie nahmen die Empfehlung auf, jeden Tag mit einem Glas warmen Wassers zu beginnen, das auch aus der eigenen Wasserleitung kommen dürfe. „Jeden Tag acht Gläser“, lautete der Rat, „acht große für die Großen und für die Kleinen acht kleine“. – Eingebettet wurden solche praktischen Ratschläge in eine informative Kulturgeschichte des Wassers von der Antike bis zur Gegenwart. – Man verließ diesen Kulturn-achmittag mit der Überzeugung, dass sich das weitere Nachdenken über diese „wunderbare Quelle des Lebens“ lohne.
Jürgen von Boetticher Seelsorge und Resozialisierung – Kulturnachmittag der DBGes Hessen am 12. Januar 2016 in Frankfurt Über seine Erfahrungen aus 27 Jahren Gefangenenseelsorge sprach Pfarrer i.R. Otto Seesemann am 12. Januar beim Kulturnachmittag der Dt.-Balt. Ges. Hessen und Thüringen. Der Strafvollzug sei ab 1970 stark vom Grundsatz der Resozialisierung geprägt gewesen, begann er und erklärte dann, wie das reformorientierte Strafvollzugsgesetz des Bundes später durch Landesgesetz abgelöst worden sei, welches einen „härteren“ Strafvollzug bezweckte. Gefangene sollten zwar weiterhin befähigt werden, nach Entlassung ein Leben ohne Straftaten zu führen, jedoch habe das Vollzugsziel „Schutz der Allgemeinheit“ zu einer verschärften Praxis geführt, die er, Seesemann, für kontraproduktiv halte. Die Hauptaufgabeneines Gefangenenseelsorgers seien Gottesdienste, Gruppenarbeit sowie Einzelgespräche. Er selbst habe mit Gefangenen auch intensiv Lauftraining und Mannschaftssport (Fußball und Tischtennis) betrieben, was sich als wirksam erwiesen habe, um bei den Gefangenen Selbstvertrauen (wieder)aufzubauen. Das auch im Gefängnis geltende Beichtgeheimnis habe im Umgang mit den Gefangenen sehr geholfen, denn so konnten diese ohne Risiko auch über heikle Dinge mit dem Seelsorger offen sprechen. Die Zuhörer waren beeindruckt von dieser Pfarrerspersönlichkeit.
Jürgen von Boetticher Große Freude in Ropazi ... ... als mehrere große Pakete mit Wolle, Garn und anderen Strick-Utensilien eintrafen. Sie waren von der DBGes Hessen/Thüringen gesammelt worden und Ingeborg Baumann überzeugte sich vor Ort, wie die behinderten Menschen damit „die schönsten Resultate“ strickten, häkelten und „handarbeiteten“. Dr. Stefanija Albova, Leiterin des Sozialpflegezentrums dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass eine echte „Beschäftigungstherapie“ ermöglicht wurde. Handarbeiten gesucht!
Das Sozialzentrum von Ropazi/Rodenpois braucht wieder Hilfe in Form von Handarbeitsutensilien für neue Patienten. Ingeborg Baumann (Haus der Deutsch-Balten, Herdweg 79, 64285 Darmstadt) brachte diese Bitte von ihrem Besuch mit. Senden Sie ihr bitte Wolle, Garne, Nadeln, neu und angefangen, sowie sonstige Handarbeitsartikel aller Art zu – sie wird die Weiterlieferung veranlassen. Musterknaben im Stimmbruch: Begegnung mit Lettland und Estland – Bericht einer Studienfahrt Eine informative Studienfahrt durch Lettland und Estland unternahm die hessische Deutsch-Baltische Gesellschaft. „Nicht nur Herrenhäuser und Kirchen, sondern die wirtschaftliche, kulturelle und politische Gegenwart dieser Länder und ihrer Menschen soll das Programm bestimmen“, beschrieb Leiter Christian Donath das Ziel der Reise. Ihm stand Ingeborg Baumann zur Seite, die die Brückenfunktion solcher Begegnungen mit engagierten, sachkundigen, Deutsch sprechenden Experten betonte. Man habe bewusst auf vielfältige Kontakte gesetzt, um auch zu den Konflikten ein breites Spektrum unterschiedlicher Informationen zu erhalten.Raketenhaft – so rühmen nicht nur Wohlmeinende die Entwicklung der baltischen Staaten Lettland und Litauen, insbesondere „den marktwirtschaftlichen Musterknaben“ Estland. Aber auch Musterknaben kommen in den Stimmbruch: Hier sind Krisensymptome erkennbar, steigt das BIP nicht mehr um 11, sondern nur noch um zwei Prozent, verzichtet die Öffentliche Hand mit einer Staatsquote von lediglich 33 Prozent auf eigene Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung und hat zu wenige Mittel für ihre ureigenen Aufgaben, z.B. Bildung und Erziehung. Die Inflation ist auf mehr als zehn Prozent gestiegen. Zu möglichen Wirtschaftspartnern in Russland fehlt immer noch das nötige Vertrauen. So beschrieb Wirtschaftsprofessor Janno Reiljan von der Universität Tartu/Dorpat die aktuellen Probleme. Stark seien dagegen unverändert die Sektoren „Dienstleistungen“ und „Holzwirtschaft“, und die geringe Steuerquote begünstige Investitionen. Auch der stellv. Chefredakteur von Eesti Ekspress, mit einer Auflage von 40.000 Exemplaren eine der wichtigen Zeitungen des Landes, beklagt die wirtschaftliche Stagnation. Zwar sei die Arbeitslosigkeit gering; stattdessen gingen Fachkräfte ins Ausland und kämen nicht wieder zurück.Insgesamt freundliche Akzente setzte Julius Bobinger, der deutsche Botschafter in Estland. Die Arbeitsvergütungen seien in den letzten drei Jahren um etwa 30 Prozent gestiegen und lägen im Durchschnitt bei 850 Euro pro Monat. Etwa 300 deutsche Firmen seien im Lande engagiert, deutsche Investoren mit lediglich zwei Prozent aber weniger präsent als andere Ausländer wie Finnen oder Schweden. Der estnische Staatspräsident betont das „gemeinsame kulturelle Erbe“ und die Botschaft fördere den Deutschunterricht, sei sich aber im Klaren über die zunehmende Attraktivität der USA für Jung und Alt.Begonnen hatte die Studienreise in Riga. Im Integrationsministerium beschrieb Renate Misevica, Leiterin der Koordinationsabteilung, die Regierungsaktivitäten zur Integration der Minderheiten. In den Städten seien 60 Prozent der Bevölkerung russischer Herkunft, in ländlichen Regionen stellten dagegen Letten die Mehrheit. Sprachkurse sollen helfen, vor allem Russen zu integrieren und einzubürgern. Denn mehr als 300.000 Bewohner Lettlands, insbesondere Russen, besäßen keine lettische Staatsbürgerschaft. Um eingebürgert zu werden, müssten die Bewerber begrenzte Sprach- und Geschichtskenntnisse testen lassen. Anders äußerte sich bei einem Empfang im Russischen Club der Abgeordnete Sergej Mirskis: Angehörige der Minderheiten müssten sich bei staatlichen Stellen in ihrer eigenen Sprache verständigen können. An das dunkle Kapitel deutscher, auch deutsch-baltischer Geschichte, nämlich an die Verfolgung und Vernichtung der Juden des Baltikums, erinnerte der Besuch des Lagers und der Tötungsstätten in den Wäldern von Rumbula und der KZ-Gedenkstätte in Salaspils. Geführt wurde die Studiengruppe von Dr. Bergmann, den Vorsitzenden der Vereinigung jüdischer KZ-Häftlinge, der aus eigener Erfahrung eindrücklich über das Schicksal der Juden während der deutschen Okkupation Lettlands berichtete.An eine andere Vergangenheit erinnerten die Stadtführungen in Dorpat/Tartu, Reval/Tallinn, Pärnu/Pernau, die andächtigen Besuche und Konzerte in den großen Kirchen des Baltikums oder die Besichtigung des ehemaligen Campenhausen‘schen Gutes Orellen. In eine andere Gegenwart führte der literarische Spaziergang durch die Altstadt Rigas mit Matthias Knoll, der kenntnisreich Architektur mit lettischer Literatur verband. Und in die Zukunft wies die Begegnung mit der optimistischen Jungunternehmerin Tairi Leis, die mit ihren 29 Jahren erfolgreich am Aufbau ihrer Kunsthandwerksfilialen in Tartu/Dorpat arbeitet. Das ernsthafte Informationsinteresse der Studiengruppe beeindruckte auch ihre Partner. Der Abgeordnete Prof. Peeter Tulviste, der durch das estnische Parlament führte, schloss die Begegnung mit der schlichten Bemerkung: „Ich habe mir gern die Zeit für das Gespräch mit Menschen genommen, die wirklich zuhören.“ (Gerold Schmiedbach)




Deutsch-Baltische Gesellschaft in Niedersachsen e.V.


Vorsitzender:
Arne Mentzendorff
E-Mail: a.mentzendorff.dbges@deutsch-balten.de Aufgaben, Ziele und Veranstaltungen
Die Deutsch-Baltische Gesellschaft in Niedersachsen e.V. koordiniert die Arbeit der Gruppen und nimmt Einzelmitglieder auf. Ihr obliegt die Verbindung zu anderen deutsch-baltischen Organisationen, insbesondere zur Deutsch-Baltischen Gesellschaft e.V. (Darmstadt). Der "Jürgen-Westermann-Fonds" unterstützt vor allem junge Deutsch-Balten in ihrer Ausbildung, fördert den Jugendaustausch zwischen Deutschland, Estland und Lettland und übernimmt Einzelprojekte mit Beteiligung junger Menschen im Baltikum. Seit 1998 findet jährlich in der Europa-Woche die "Europa-Informationstagung" unter dem Motto "Das Baltikum und die Deutschen - gemeinsam in Europa" in Hannover statt - ein Streifzug durch Kultur, Wirtschaft und Geschichte. Hier stehen Themen zum Verhältnis zwischen den baltischen Ländern und Deutschland im Vordergrund. (siehe Termine). Regionalgruppe Hannover
Heiner Koch
Regionalgruppe Braunschweig
Dr. Horst Antonischki
Kontakt Lüneburg
Jörn Schneider
Kontakt Göttingen
Waltraut Graubner
Kontakt Oldenburg
Günter v. Boetticher Programm Die Termine der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Niedersachsen e.V. finden Sie hier. Für die Treffen im Seniorenwohnstift Albertinum, Van-Gogh-Weg 10 in 30177 Hannover (List) nehmen Sie aus Richtung Zentrum die Stadtbahnlinien 3 (Richtung Altwarmbüchen) oder 7 (Richtung Misburg) bzw. 9 (Richtung Fasanenkrug). Sie steigen an der Station „Pelikanstraße“ aus. Dort überqueren Sie am hinteren Ende des Bahnsteigs (aus Richtung Innenstadt) bei der Ampel die Podbielskistraße nach links, gehen einige Schritte nach rechts stadteinwärts und biegen dann nach links in die Rubensstraße ein. Die nächste Straße rechts ist der Van-Gogh-Weg, an dessen Ende wiederum rechts das Albertinum steht. Mit dem Auto fahren Sie über die Podbielskistraße oder Walderseestraße bis zur Rubensstraße und erreichen dann, wie oben beschrieben, das Albertinum. Aktuelles

Jahresbericht 2019/2020

Im März verfasste der Vorstand der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Niedersachsen den jährlichen Bericht für die Bundesversammlung. Auch wenn diese wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, veröffentlichen wir hier den leicht gekürzten Bericht, um möglichst viele Mitglieder über die Arbeit im Landesverband zu unterrichten.

a) Vorstand

Der Vorstand besteht seit März 2019 aus Arne Mentzendorff (Vorsitzender), Ernst-Michael Kalwa (stellv. Vorsitzender), Dr. Horst Antonischki (Kassenwart), Heiner Koch und Eva Jordan-Fahrbach.

b) Mitgliederentwicklung

Da es seit etlichen Jahren trotz Bemühungen kaum Zugänge von Jüngeren gibt, weist der Verein eine sehr hohe Altersstruktur auf. Etwa die Hälfte der Mitglieder ist über 80 Jahre, nur ein Viertel unter 70 Jahre alt. Seit dem 1. Januar 2019 sind unter den Mitgliedern zehn Todesfälle bekannt geworden. Daneben verließen sieben Mitglieder aus verschiedenen Gründen den Verein. Im genannten Zeitraum gab es einen Neuzugang. Die Mitgliederzahl sank demzufolge von 139 auf derzeit 123 (März 2020).

c) Veranstaltungen

Seit der letzten Mitgliederversammlung (März 2019) war die Europatagung im Oktober (vgl. MBL 2/2019 S. 20) die einzige Veranstaltung auf Landesebene. Dabei erschienen rund 30 Teilnehmer. Die für den 14. März 2020 geplante Mitgliederversammlung, bei der als Beiprogramm auch ein Vortrag von Dr. Eike Eckert über die Flucht der Balten vor 75 Jahren und eine mittägliche Tafelrunde geplant war, musste wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Eine weitere Europatagung ist nicht geplant.

d) Regionale Gruppen

In Hannover finden in der Regel einmal monatlich Kaffeenachmittage mit Vortrag statt, zu denen 15 bis 20 Teilnehmer erscheinen. In Braunschweig gibt es einen harten Kern von etwa 15 Mitgliedern, die zu den meisten Veran­staltungen erscheinen. Im monatlichen Wechsel finden Kaffeenachmittage sowie Vortrags- oder andere Veranstaltungen statt. Am 7. März gab es einen gemeinsamen Besuch mit Führung im Herzog Anton Ulrich-Museum.

e) Finanzen und Projekte

Durch Ersparnisse aus mitgliederstärkeren Zeiten hat der Verein einen finanziellen Überhang. Daher hat das Finanzamt bereits 2017 angemahnt, diesen Überhang abzubauen, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten. Ein erheblicher Teil der Vorstandsarbeit besteht seitdem darin, Geld für förderungswürdige Projekte zur Verfügung zu stellen. 2019 wurden die Deutsch-Baltische Studienstiftung, die Archivarbeit der CSG, die Restaurierung von Baudenkmälern im Baltikum und die Erforschung liturgischer Messgewänder gefördert.

30. März 2020

Arne Mentzendorff

Wahlen in Niedersachsen
Am 2. März 2019 fand die Jahresmitgliederversammlung der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Niedersachsen (DBGes. i. Nds.), wie immer im „Albertinum“, dem Seniorenwohnstift des Ev. Hilfsvereins e.V. in Hannover statt. Sie wurde geleitet von der 2. Vorsitzenden, Frau Eva Jordan-Fahrbach, weil die 1. Vorsitzende, Frau Hielscher-Strauss, zurückgetreten war.
Einleitend hielt Pastor i. R. Jörn Schneider aus Lüneburg eine Andacht. Es waren 25 von insgesamt 139 Mitgliedern anwesend. In den beiden Ortsgruppen Hannover und Braunschweig wurden im vergangenen Jahr wieder regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt, bei denen in Hannover im Mittel 17 Personen teilnahmen.
Der als gemeinnützig anerkannte Verein hat im Jahre 2018 mehrere Projekte in Lüneburg und in Lettland mit insgesamt 9.100.- € gefördert. Diese Aktivitäten sollen in 2019 fortgesetzt werden.
Bei der notwendig gewordenen Vorstandswahl, die von Frau Felicitas Wende (Vorstandsmitglied der DBGes. im Bundesgebiet und des LV. Hamburg) geleitet wurde, wurden einstimmig gewählt:
1. Vorsitzender Arne Mentzendorff, 2. Vorsitzender Ernst-Michael Kalwa. Weitere Vorstandsmitglieder sind die Herren Dr. Horst Antonischki, Heiner Koch und Frau Eva Jordan-Fahrbach (siehe Foto).
Die Versammlung klang aus mit einem gemeinsamen Mittagessen, einem Vortrag von Frau Jordan-Fahrbach zum Thema: „Perücken wurden im 18. Jahrhundert auch im Baltikum getragen“ und einem gemütlichen Beisammensein mit vielen Gesprächen.
Georg Maltz Foto:
Der neugewählte Vorstand in Niedersachsen (v. l. n. r.): Dr. Horst Antonischki, Eva Jordan-Fahrbach, Arne Mentzendorff (1. Vorsitzender), Heiner Koch und Ernst-Michael Kalwa (2. Vorsitzender). Eindrücke vom Gartenfestival 2016
Am Sonnabend (27.8.) fand im hannoverschen Albertinum (der übliche Tagungsort der deutsch-baltischen Regionalgruppe Hannover und der DBGes in Nds.) zum 30. Jubiläum der ebenfalls deutsch-baltischen Seniorenresidenz bei herrlichem Sommerwetter ein rauschendes “Gartenfestival” statt. Die DBGes in Niedersachsen e.V. nahm daran mit einem Stand teil. Wir – das heißt: Heiner Koch, Gertrud Zelm, Arne Mentzendorff, Gert Rittig, Hjördis Hoffmann, Georg Maltz und der Unterzeichner - konnten etwa 100 Gäste begrüßen, die sich über die Ziele und Aufgaben unserer Organisation informierten.
Das kleine Pagodenzelt wurde vom Veranstalter zur Verfügung gestellt. Mit vier blauen Stellwänden (normale Pinnwände, geliehen von einem Seminaranbieter), einem Tapeziertisch und einem Bistrotisch war die Ausstattung komplett. An den Wänden hingen beispielhaft einige A2-Plakate (Kopien aus dem Ausstellungskatalog “Das Baltikum und die Deutschen”) und oben drüber der Name unserer Organisation mit dem Baltenkreuz.
Der Katalog lag in ausreichender Menge zwecks Verkauf auf dem Tisch (10 Euro). Außerdem gab es an Prospekten: Die Selbstdarstellung der DBGes in Nds, verschiedene Ausgaben der “Mitteilungen” und Reiseprospekte des baltischen Reisebüros Ebden.
Um die Standbesucher einzubinden, wurde ein gedruckter Zettel verteilt, auf dem vier Fragen zum Baltikum gestellt wurden. Bei diesem Quiz waren 10 Ausstellungskataloge zu gewinnen, wenn die Adresse genannt wurde. Die Antworten fand man selbstverständlich auf den Plakaten an den Wänden. Jeder Teilnehmer bekam einen “Kuhbonbon” als Dankeschön für die Teilnahme.
Vorher hatte Gertrud Zelm Speckpiroggen nach eigenem Rezept gebacken, die dann für 50 Cent pro Stück verkauft wurden. Das Glas Kwass (für einen Euro) rundete das “Verpflegungsangebot” ab.
Die Vorlagen der Drucksachen stehen allen interessierten “Nachahmern” zur Verfügung, die ebenfalls für deutsch-baltische Organisationen werben wollen. (gernotmantz@t-online.de).
PS. Ein Besucher interessierte sich für eine Mitgliedschaft – immerhin...
Baltische Europatagung 2015: Wirtschaft, Kultur, Historie
Schon zum 18. Mal hatte die DBGes in Nds. zur Informationstagung „Das Baltikum und die Deutschen - gemeinsam in Europa“ in der Europa-Woche ins Albertinum eingeladen und konnte knapp 60 Gäste begrüßen. Arne Mentzendorff und Gernot Mantz führten locker durchs Programm. Zu Beginn erhielt der langjährige Landesvorsitzende, Prof. Dr. Eckhart Neander, in Anerkennung seiner großen Verdienste die Jürgen-Westermann-Medaille überreicht – die Ehrung und die Urkunde war real, die Medaille nur ideell, aber die echte 2-Euro-Gedenkmünze zum Kulturhauptstadt-Jahr in Riga der Ersatz.
Wieder war es gelungen, ein vielschichtiges Programm anzubieten: Armands Strazds, Bremen, zeigte die seiner Meinung nach zahlreichen Fehler von Lettland und der EU auf, die „Wirtschaft und Soziales im Baltikum“ in der globalisierten Welt nicht optimal dastehen lassen. Allerdings bot er auch kaum Alternativen an. Von ganz anderer Art waren dagegen die „Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse als Stadtschreiber in der Kulturhaupstadt Riga“, in denen Jochen Könnecke, Berlin, seine ganz persönlichen Schwerpunkte während dieser Zeit anhand von Bildern plaudernd darstellte. Ihm kam es vor allem darauf an, die Bevölkerung in seine publizierten Darstellungen einzubeziehen und die Nachhaltigkeit des Veranstaltungsjahres zu betonen. Nicht nur Wirtschaftskrise und finanzielle Schwierigkeiten führten dazu, dass sich das Programm stark von dem in Marseille 2013 unterschied. Martin Pabst, Kiel, verfolgte aus Historiker-Sicht die „Verschwörung, Empörung, Zerstörung – die Reformation in Riga vor 500 Jahren“. Seine Forschungsergebnisse aus seiner Dissertation aufgreifend, belegte er, dass nicht, wie bisher immer dargestellt, das Jahr 1522 ausschlaggebend gewesen sei, sondern das Jahr 1524 die entscheidenden Impulse für die Entwicklung hin zur Reformation gab. Als Stütze seiner Thesen entfaltete er ein buntes Bild der livländischen und rigaschen Geschichte des Mittelalters. Nach Estland führte Dr. Olev Liivik, Reval/Tallinn, als er „die Domschule zu Reval“ als „eine Geschichte durch Ebbe und Flut“ darstellte. Die Schule gehört zu den ältesten deutschen Auslandsschulen und spiegelt das Schicksal des ganzen Landes zwischen Deutschen, Schweden, Russen und (erst sehr spät) Esten, zwischen Ritterschaft und nationalistischer Russifizierung, zwischen politisch bedingter Schließung und neu ausgerichteter Wiedereröffnung, zwischen Eliteanstalt und (fast) Bürgerschule. In einer Pause zwischen den Vorträgen nutzte Felicitas Wende die Gelegenheit zu einem Kurzbericht über die deutschbaltische Studienstiftung zur Förderung baltischer und deutscher Jugendlicher, die sich mit baltischen Themen beschäftigen.
Die Zuhörer verabschiedeten sich in der Gewissheit, auch 2016 wieder eine inhaltsreiche Europatagung erleben zu dürfen. Jürgen-Westermann-Medaille 2014
Für sein langjähriges Engagement zu Gunsten bedürftiger Menschen bzw. Kirchengemeinden in Estland wurde Pastor i.R. Jörn Schneider (Lüneburg) mit der Jürgen-Westermann-Medaille 2014 ausgezeichnet. DBGes Niedersachsen unterstützt Renovierung der St. Trinitatiskirche in Goldingen/Kuldiga
Zwei Wochen lang arbeiteten sie gemeinsam an der Restaurierung der farbigen hölzernen Innenausstattung der katholischen St. Trinitatiskirche im lettischen Kuldiga/ Goldingen: Sechs Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim und vier Studierende des Bau-College Riga unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Michael von der Goltz (Hildesheim). Die Deutsch-Baltische Gesellschaft in Niedersachsen unterstützte das Projekt erneut durch einen Zuschuss zu den Reisekosten der deutschen Teilnehmer. Gestützt auf die bei der Bestandsaufnahme gewonnenen Erkenntnisse über den Zustand der Kunstwerke nahmen die Studierenden notwendige Sicherungsarbeiten an zwei Seitenaltären und am Orgelprospekt in Angriff. Die Braunschweiger Restauratorin Eva Jordan-Fahrbach konnte wesentlich zur Identifizierung und Bewertung geistlicher Gewänder aus Kirchen der Umgebung von Kuldiga beitragen. Zwischen den Studierenden aus beiden Ländern entstanden im Zusammenleben und -arbeiten ungeachtet sprachlicher Differenzen vielfältige Kontakte. Dabei bot sich den deutschen Teilnehmern die Gelegenheit, Land, Leute und Kultur Lettlands kennenzulernen. Der Umfang der notwendigen Restaurierungsarbeiten macht deren Fortsetzung unumgänglich. Europa- Informationstagung 2013
Die 16. Informationstagung „Das Baltikum und die Deutschen - gemeinsam in Europa“ sah wieder interessante Beiträge zu Themen aus Geschichte und Gegenwart des Baltikums vor: Detlef Henning M.A (Nordost-Institut Lüneburg) stellte Hintergründe und Konsequenzen des Staatsstreichs des lettischen Ministerpräsidenten Karlis Ulmanis im Jahre 1934 gerade auch aus der Sicht der damaligen deutschen Minderheit dar. Der Zoologe Alexander Theodor von Middendorff (1815 – 1894), der im 19. Jahrhundert maßgeblich zur Erforschung des nördlichen Sibiriens beigetragen hat, war Gegenstand eines Referats der Historikerin Dr. Eva-Maria Stollberg (Universität Duisburg-Essen). Über die Gründung und Entwicklung der Rigaer Gips- und Kachelofenfabrik Zelm und Böhm berichtete die Nachfahrin einer der Gründerfamilien, Gertrud Zelm (Elze). Und schließlich referierte die Geographin Prof. Dr. Zaiga Krisjane (Universität Lettlands Riga) über aktuelle Probleme der Arbeitsmigration in Lettland. Jürgen-Westermann-Medaille 2013
Für ihr langjähriges Engagement zu Gunsten von bedürftigen Menschen bzw. in der deutschen ev. luth. Kirchengemeinde in Lettland wurden Dorothea Neander (Winsen/Luhe) und Gertrud Zelm (Elze) auf dem Landesdelegiertentag mit der Jürgen-Westermann-Medaille 2013 geehrt. Jürgen-Westermann-Medaille 2012
Die 83jährige Anna Ohlendorf besucht seit mehr als 25 Jahren in und um Hannover ältere Landsleute, nimmt sich ihrer Sorgen an und hält den Kontakt zu ihnen aufrecht. Zwei Jahrzehnte wirkt sie bereits im Vorstand der Ortsgruppe und des Landesverbandes. Dieser langjährige selbstlose Einsatz für die Menschen wurde mit der Jürgen-Westermann-Medaille belohnt. Rigaer Gymnasiasten zu Gast in Hannover
Die Tellkampfschule in Hannover unterhält als „Europaschule“ intensive Austauschbeziehungen zu Gymnasien in den Niederlanden, Schweden, Polen und Frankreich. Durch Vermittlung des Vereins „Brücken zum Baltikum“ von Wolf G. Ansohn (Grömitz) gehören seit 2009 auch das 1. Staatliche Gymnasium und das Deutsche Staatliche Gymnasium (ehemals Hagensberg-Gymnasium) in Riga zu den Partnerschulen. Jedes Jahr im März sind Gymnasiasten des 9. Jahrgangs eine Woche lang zu Gast in Hannover. Während dieser Zeit leben sie in Gastfamilien, nehmen an Workshops zu einem fächerübergreifenden Thema teil und lernen Hannover und Umgebung kennen. Zum abschließenden „Europaabend“ stellen die Gruppen ihre Aktivitäten Rigaer Gymnasiasten zu Gast in Hannover vor und präsentieren sich musikalisch. Die Deutsch-Baltische Gesellschaft in Niedersachsen unterstützt die Gastaufenthalte der Rigaer Schüler aus ihrem Jugendförderungsfonds. 13. Europatagung in Hannover
Displaced Persons, Energiepolitik im Baltikum, Karl-Ernst von Baer und eine Klassenfahrt nach Riga - der 13. Europatag der Deutsch-Baltischen Gemeinschaft in Niedersachsen begeisterte mit hochinteressanten Beiträgen. Vorsitzender Dr. Eckhart Neander und Cornelia Zügge vom Europäischen Informations-Zentrum Niedersachsen begrüßten mehr als 50 Teilnehmer. Jürgen-Westermann-Medaille für Gabriele von Mickwitz
Für ihre jahrzehntelange Tätigkeit als Schriftleiterin des Jahrbuches und ihre umfängliche Arbeit bei der Carl Schirren-Gesellschaft in Lüneburg erhielt Gabriele von Mickwitz jetzt die „Jürgen-Westermann- Medaille" der Deutsch-Baltischen Gemeinschaft in Niedersachsen. Vorsitzender Eckhart Neander übergab ihr die Urkunde in Hannover beim Delegiertentreffen des Landesverbandes. Dorfkirchen sind wertvolle Zeugnisse gemeinsamer Kultur
Die Restaurierung von historisch wertvolle Innenausstattung der Dorfkirchen in Lettland gemeinsam in Angriff nehmen - das ist seit 2001 Kern der Zusammenarbeit zwischen Dace Coldere, Kunsthistorikerin beim lettischen Amt für Denkmalpflege in Riga und Eva Jordan-Fahrbach, Textilrestauratorin in Braunschweig. Gemeinsames Projekt ist die Sanierung von Altar, Kanzel und Gestühl der Dorfkirche von Zlekas/Schleck bei Ventspils/Windau. Um die Fortführung von Restaurierungsprojekten zu ermöglichen, wird um eine Spende auf das Konto Nr. 150923175 bei der Braunschweigischen Landessparkasse (BLZ 250 500 00) gebeten. 11. Europatagung in Hannover
Das Wachstumswunder, das die drei baltischen Staaten in den vergangenen 15 Jahren erlebt haben, wird jetzt auf ein normales Maß zurückgeführt. Inzwischen sorgen u.a. überproprtional steigende Arbeits- und Grundstückskosten für hohe Inflationsraten. Dennoch bleiben sie angesichts ihrer Nähe zu den osteuropäischen Märkten aussichtsreiche Standorte für Investitionen. Dieses Fazit zog Andreas Unger (Bad Harzburg) nach fünfjähriger Tätigkeit für die Norddeutsche Landesbank in Lettland und Litauen. Er gab einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in den baltischen Ländern - vor 70 Teilnehmern der 11. Europa-Informationstagung "Das Baltikum und die Deutschen - gemeinsam in Europa" im Albertinum in Hannover. Neue Einsichten in das Werk des 2007 verstorbenen estnischen Schriftstellers Jaan Kross vermittelte Prof. Dr. Cornelius Hasselblatt (Groningen, NL) in seinem Vortrag über den "Genueser aus Tallinn". Dass dieser in den fünfziger und sechziger Jahren vor allem als experimentierfreudiger und tiefgründiger Lyriker hervorgetreten war, ist in Deutschland weniger bekannt. In seinen in Deutschland so geschätzten Romanen kam es ihm vor allem darauf an, so Hasselblatt, bedeutende historische Persönlichkeiten als "echte Esten zu enttarnen" und so das Selbstbewusstsein seines kleinen Volkes zu stärken. Dabei verwob er sorgfältig recherchierte historische Fakten stets auch mit phantasiereicher Fiktion, um das je Besondere der angesprochenen Personen herauszuarbeiten. In allen Romanen stecken auch autobiographische Elemente, mit zunehmendem Alter des Autors immer mehr. Leider seien seine zweibändigen Memoiren noch nicht ins Deutsche übersetzt. Jürgen-Westermann-Medaille an Günther von Boetticher und Baron von Schilling
Vor 35 Jahren übernahm Pastor i.R. Günther von Boetticher, gebürtig aus Legat (Lettland), den Vorsitz der Bezirksgruppe Oldenburg der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Niedersachsen e.V. (vorm. DBL) und die Bezirksstelle des Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienstes. Jetzt erhielt er aus der Hand des DBGes-Vorsitzenden Dr. Eckhart Neander die „Jürgen Westermann-Medaille“ für sein jahrzehntelanges Engagement im Dienste deutsch-baltischer Arbeit. Außerdem überreichte der Landesvorsitzende wenige Wochen später (bei der feierlichen Einweihung eines neuen Tores) die „Jürgen-Westermann-Medaille“ in Anerkennung seiner Verdienste um die Landsleute des ehemaligen „Baltenheims“ Langeoog und deren würdige Gedenkstätte auf dem Dünenfriedhof an Dr. med. Jürgen Baron v. Schilling (gest. 2008) aus Wilhelmshaven. Jürgen-Westermann-Medaille für Monika v. Hirschheydt
Für ihr jahrzehntelanges Engagement im Dienste der deutsch-baltischen Öffentlichkeitsarbeit erhielt Monika von Hirschheydt (Würgassen) anläßlich der Jahresversammlung 2007 die Jürgen-Westermann-Medaille der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Niedersachsen. Vorsitzender Dr. Eckhart Neander würdigte in einer Feierstunde ihre Tätigkeit als Referentin für kulturelle Breitenarbeit, die unter anderem zu richtungweisenden Publikationen und der Wanderausstellung "Das Baltikum und die Deutschen" geführt hat. "Ihre Ausbildung und Erfahrung als Journalistin hat sie über viele Jahre in den Dienst der Deutsch-Baltischen Sache gestellt," lobte Neander. Geschafft: Mehr als 1.000 Fahrräder sind in Lettland
Es sollten eigentlich 500 Fahrräder werden, darum hieß die Aktion „”1.000 Räder für Lettland“”, die Gertje Anton und Gernot Mantz Anfang 2004 ins Leben riefen. Aus ganz Deutschland kamen aber mehr als 1.000 gebrauchte Fahrräder (das sind 2.000 Räder!) zusammen. Mit der Spedition Göllner wurden sie mit reichlich Zubehör vom Fahrradhelm bis zur Luftpumpe in drei Großtransporten nach Lettland gebracht. Die kleinen und großen Fahrräder wurden über Deutschlehrer, Pastoren und Bürgermeister an bedürftige Familien auf dem Lande verteilt. Waisenhäuser und Behinderten-Institutionen freuten sich vor allem über Kinderfahrräder. Außerdem gingen mit dem vorläufig letzten Transport im Herbst 2007 zahlreiche Rollstühle, Rollatoren und andere Altenpflege-Geräte mit auf die Reise. Zeitungen und Fernsehen in Deutschland und Lettland berichteten ausführlich über diese Aktion, mit der die schwierige Situation des Öffentlichen Nahverkehrs in Lettland für Familien gemildert wurde. Trotzdem lagern bereits wieder 40 Fahrräder in Braunschweig. „Wenn genug da sind, geht es erneut los,“ meint Gernot Mantz. „Allerdings müssen die jetzt zur Verfügung gestellten Räder vollkommen in Ordnung sein und nach Darmstadt zum Haus der Deutsch-Balten oder nach Braunschweig gebracht werden“, betonen die Organisatoren. Wir bedanken uns nicht nur bei den vielen Spendern, die rund 5.000 Euro zur Verfügung gestellt haben, um die Transporte zu bezahlen, sondern auch bei den vielen Helfern, vor allem Gertrud Zelm, Georg Maltz, und Johann Danos in Riga.
Weitere Informationen: gernotmantz(at)t-online.de.




Deutsch-Baltische Landsmannschaft in Nordrhein-Westfalen e.V.


Vorsitzender: Friedger von Auer
Kelvinstraße 12, 53639 Königswinter
Tel.: 02244-5990
Mobil: 015754986842
E-Mail: fvauer@aol.com
Stellv. Vorsitzende: Sabine Wengst
Stellv. Vorsitzender: Jan Olrik von Ekesparre Aufgaben, Ziele und Veranstaltungen
Der Landesverband umfasst zur Zeit fünf eigenständige Bezirksgruppen, die jeweils ihr eigenes Programm festlegen. Er organisiert zwei zentrale Kulturveranstaltungen im Jahr im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf mit Vorträgen, Lesungen, Konzerten, Filmvorführen, in der Regel gemeinsam mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus. Er beteiligt sich aktiv an überregionalen Veranstaltungen, wie den im Mai von der Landeshauptstadt Düsseldorf organisierten Europatag und den im Rahmen des Tages der Heimat im Herbst durchgeführten Ostdeutschen Markt in Bonn. Dabei ist er jeweils mit einem eigenen Stand vertreten, an dem Informationsmaterial und rege Diskussionen über das Baltikum sowie deutschbaltische kulinarische Genüsse wie Piroggen, Gelbbrot, Kümmelkuckel und Vana Tallinn, Viru Valge und Riga Balzams dem Publikum angeboten werden. Der Landesverband pflegt die Kontakte zu den Honorarkonsuln der Republiken Estland und Lettland in Düsseldorf und Köln und kommt dadurch in den Genuss von interessanten Einladungen sowie Begegnungen mit Esten und Letten. Bezirksgruppe Bonn
Friedger von Auer, Kelvinstraße 12, 53639 Königswinter, Tel: 02244-5990, E-Mail: fvauer@aol.com
Bezirksgruppe Düsseldorf
Inge Lichtenstein, Kaiser-Friedrich-Str. 7, 40597 Düsseldorf, Tel: 0211-7118604
Bezirksgruppe Köln
Irene Niclasen, Breslauer Str. 40, 50321 Brühl, Tel: 02232-26940, E-Mail: gerhard.niclasen@gmx.de
Termine Rundbrief 2 / 2020 Rundbrief 1 / 2020 Rundbrief 3 / 2019 Rundbrief 2 / 2019 Rundbrief 1 / 2019 Rundbrief 4 / 2018 Rundbrief 3 / 2018 Rundbrief 2 / 2018 Rundbrief 1 / 2018

Tätigkeitsbericht

der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in NRW

Der Vorstand der Deutsch-Baltischen Landsmannschaft in Nordrhein-Westfalen hatte den nachfolgenden jährlichen Bericht für die Bundesversammlung verfasst. Auch wenn diese wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, veröffentlichen wir hier den leicht gekürzten Bericht, damit möglichst viele Mitglieder über die Arbeit im Landesverband unterrichtet sind.

Mitglieder

Der Landesverband bestand Ende 2019 aus vier Bezirksgruppen (BZG): Bonn, Düsseldorf, Krefeld, Osnabrück, und Einzelmitgliedern. Er hatte zum Jahresende insgesamt 104 Mitglieder, davon 50 Einzelmitglieder, die ihren Beitrag grundsätzlich unmittelbar an den Landesverband entrichten. Bei 6 beitragsfreien Mitgliedern verbleiben 98 zahlende Mitglieder.

Rundbriefe

Vier „Rundbriefe“ des Vorstandes stellten die Informationen unter den BZG und den Einzelmitgliedern sicher, sowie gegenseitige Besuche der BZG-Treffen. Die Rundbriefe befinden sich auch auf der Homepage der DBGes (NRW-Seite).

Landesmitgliederversammlung am 16. März 2019

Im Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf fand die Jahresmitgliederversammlung statt, die für alle Mitglieder offen war. Im Anschluss an den Bericht des Vorstandes folgte traditionell die Kulturveranstaltung mit einer sehr schönen Lesung von Arne Mentzendorff aus seinem Büchlein: „Baltische Lebenswege – Rätsel um Persönlichkeiten in Estland und Lettland“. Die Lesung war publikumsoffen und wurde gut angenommen.

Treffen zur Goethe-Ausstellung in der Bundeskunsthalle am 7. August 2019

Wieder haben sich Deutschbalten und Freunde aus NRW in der Bundeskunsthalle in Bonn getroffen. Diesmal gab es eine Führung durch die wunderbare Ausstellung: „Goethe – Verwandlung der Welt“. Jeder hatte nach Besichtigung einer kleinen Originalpistole begriffen, was es mit dem jungen Werther auf sich hatte.

Ostdeutscher Marktag am 15. September in Bonn

Im Rahmen der Veranstaltungen zum Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen hat in Bonn wieder der traditionelle „Ostdeutsche Markttag“ auf dem Münsterplatz stattgefunden. Der Landesvorstand hat mit Unterstützung der BZG Bonn und Düsseldorf den Informationsstand der Deutschbalten organisiert. Auch bei diesem „Markttag“ waren sehr viele Besucher gekommen, und es gab reichlich Gelegenheit, bei baltischen kulinarischen Genüssen über das Baltikum zu informieren und aktuelle Fragen zu diskutieren. Prominenz war mit dem Landesbeauftragten für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, am Stand vertreten.

Advents- und Kulturtag am 1. Dezember 2019 bei Inge Lichtenstein

Im Mittelpunkt dieses sehr schönen und liebevoll ausgerichteten deutschbaltischen Adventsnachmittages stand das wunderbare Konzert des bekannten Pianisten Vladimir Mogilevsky, der klassische Werke von Haydn, Mozart und Beethoven darbot. Bei gutem Besuch gab es reichlich Stoff zu angeregter Unterhaltung.

Nikolausfeier am 8. Dezember 2019 in Bonn

Am 2. Advent fand wieder eine wunderbare deutschbaltische Nikolausfeier im Gemeindesaal der Evangelischen Lutherkirchengemeinde in Bonn statt. Eifrige Organisatoren und Helfer aus Ritterschaft und Landsmannschaft haben für die über 20 Kinder und mehr als 30 Erwachsenen ein Paar besinnliche und fröhliche Stunden bereitet. Pastorin, Zauberer und Nikolaus kamen zu Wort und Tat. Advents- und Weihnachtslieder, Kuchen, Kaffee und Tee taten ihr Übriges für das geistig-seelische und leibliche Wohl. Ein ausgeklügeltes Baltenquiz ließ lebhafte Erinnerungen an die alte Heimat aufleben.

Empfang zum "Tag der neuen Heimat" am 1. Februar 2019

Im Rahmen der Kontaktpflege war ein Vorstandsmitglied beim Empfang des Landesbeauftragten Heiko Hendriks im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW vertreten. Thema war: „Versailles und wir – Zur Aktualität eines 100 Jahre alten Vertrages“. Den Vortrag hielt Professor Dr. Winfrid Halder, Direktor der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus in Düsseldorf.

Kontakte zum Gerhart-Hauptmann-Haus (GHH) in Düsseldorf

Ein guter Kontakt besteht insbesondere zu Herrn Professor Dr. Winfrid Halder, dem Direktor der Stiftung GHH in Düsseldorf, der die Räumlichkeiten für die Veranstaltungen der DBL NRW zur Verfügung stellt und auch für Vorträge gewonnen werden kann. Die Kulturveran- staltungen finden in der Regel gemeinsam mit dem GHH statt und werden auch über die Publikationsmöglichkeiten des GHH bekannt gemacht. Die Kontakte sollen auch in Zukunft durch gemeinsame Veranstaltungen genutzt und intensiviert werden. Ein Werkstattgespräch am 21.02.2019 und ein Programmgespräch am 28.11.2019 wurden von einem Mitglied unse- res Vorstandes wahrgenommen.

Kontakt zum BdV NRW

Der Kontakt zum BdV ergibt sich durch Mitgliedschaft und auch über das GHH. Der Landesverband entsendet Vertreter in die Delegiertenversammlung und die Gremientreffen des BdV. Am 24.10.2019 fand ein Gespräch mit den Landesvorsitzenden der Landsmannschaften über die finanzielle Situation und eine mögliche intensivere finanzielle Unterstützung durch die Landesregierung statt. Ergebnis war ein Schreiben an den Ministerpräsidenten des Landes NRW.

Intern. Tagung Mare Balticum der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Darmstadt

An der Tagung im November 2019 mit dem Titel: „Wo das blaue Feuer brennt – Baltische Tragödien und Konflikte“ haben auch wieder Mitglieder aus NRW teilgenommen. Dabei

ergibt sich auch immer die Gelegenheit der Kontaktaufnahme zu interessanten Referenten für die Veranstaltungen in den BZG und im Landesverband. Der Landesverband NRW unter- stützt diese Tagungen als wichtigen Bestandteil heutigen deutschbaltischen Lebens.

Aktivitäten der einzelnen BZG

Die einzelnen Bezirksgruppen haben je für sich ihr eigenes Programm. Die BZG Bonn hat außer der Teilnahme an den Veranstaltungen des Landesverbandes drei offene Vor- tragsveranstaltungen über das Jahr verteilt durchgeführt. Themen: „Kulturelle Identität: Denkmalschutz in Japan“, „Mythos Baltenmark“, „Geschichte der Familie Dellingshausen in Estland“.

Die drei anderen BZG haben monatlich einen jour fixe mit Gesprächen und Themen ver- schiedener Art und sind teilweise auch in die Aktivitäten des Landesverbandes eingebunden.




Deutsch-Baltische Gesellschaft in Sachsen


Vorsitzende:
Dipl.-Ing. Astrid Kleber
E-Mail: DBG-Sachsen@web.de
Seit 12.071991 bestehen wir, die Gruppe der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Dresden. Wir haben uns die Aufgabe gestellt, die Verbundenheit zum Baltikum im Vereinsleben zu bewahren und baltische Traditionen zu pflegen. Dabei werden wir aktiv von der DBL in Bayern unterstützt, der wir auch verwaltungstechnisch angegliedert sind.
Unsere Organisation soll Heimstatt sein für die Menschen, die diese Region Europas nach wie vor als Heimat lieben bzw. die sich wodurch auch immer dieser Region und ihrer Geschichte und Kultur verbunden fühlen.
In unseren Veranstaltungen stehen deshalb Historie, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Gegenwart des Baltikums im Mittelpunkt, was Mitglieder unserer Gruppe durch persönliche Erlebnisse und Eindrücke von Reisen ins Baltikum besonders interessant vermitteln.




Deutsch-Baltische Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt e.V.


Vorsitzender:
Prof. Dr.-Ing. habil. Walter Lilienblum,
Gartenstraße 14, 39114 Magdeburg,
Tel.: 0391 5431843, Mobil: 0171-1242795,
E-Mail: Walt.Lil@web.de
Auch in Sachsen-Anhalt gibt es Deutsch-Balten. Sie konzentrieren sich in und um Halle an der Saale und Magdeburg an der Elbe. Woher stammen wir? Und was verbindet uns mit dem Baltikum? Die wieder selbständig gewordenen Staaten Lettland und Estland gehören seit dem 1.Mai 2004 zur erweiterten EU und wir sehen es als unsere Aufgabe, wobei es uns ein Bedürfnis war und ist, bei diesem Gang zur Europäischen Gemeinschaft eine gewisse Brückenfunktion zu übernehmen.
Die DB-Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt ist erst nach der Wende gegründet worden. Bald danach haben wir uns entschlossen, uns mit Balten aus Ost und West zu treffen und können heute sagen, dass die Deutsch-Baltische Tagung in Wernigerode eine jährliche feste Einrichtung geworden ist, die sogar internationalen Charakter hat. Sie findet immer an einem Wochenende im Herbst statt.
Aus dem ganzen Bundesgebiet und aus Estland und Lettland treffen sich Interessierte zu Vorträgen und Diskussionen. Seit Jahren verfolgen wir das Ziel der Annäherung, des Erfahrungsaustauschs, der Traditionspflege und umfangreicher Unterstützung ideeller und materieller Art.
Nach Lettland und Estland werden Touristenreisen organisiert, bestehen Partnerschaften die lebendig sind. Interessierte Menschen, die nicht unbedingt einen besonderen Bezug zum Baltikum haben, besuchen Riga, Liepaja/Libau oder Jelgava/Mitau, Tallinn/Reval, Tartu/Dorpat und Pärnu/Pernau. Man staunt, dass Radlergruppen aus Stuttgart bis an die estnisch-russische Grenze nach Narva oder auf die jahrzehntelang gesperrte Insel Ösel (heute Saaremaa) per Drahtesel fahren, um östliche Vorposten des neuen Europa kennenzulernen.
Touristen aller Länder besuchen die über 800 Jahre alte Hauptstadt Riga und erholen sich am weißen Strand der Rigaer Bucht in Jurmala. Riga ist auch für seinen Jugendstil bekannt.
Sowohl die Letten, als auch die Esten sind kleine Völker, die sich dadurch auszeichnen, dass fast alle sehr sprachgewandt und – kundig sind. Jeder beherrscht mindestens drei Sprachen, zu denen bevorzugt auch deutsch gehört. Mit Stolz berichten und zeigen sie die deutschen Einflüsse vergangener Jahrhunderte.
Sie pflegen besonders die Traditionen, wozu auch die Musik, der Chorgesang, die farbenfrohen Trachten und ihre Sängerfeste gehören. Die singende Revolution hat letzten Endes den baltischen Völkern ihre Freiheit, ihre Unabhängigkeit gebracht.

Jahresbericht 2020

Der Vorsitzende der Deutsch-Baltischen Gemeinschaft in Sachsen-Anhalt, Walter Lilienblum, hatte den nachfolgenden jährlichen Bericht für die Bundesversammlung 2020 verfasst. Auch wenn diese wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, veröffentlichen wir hier den leicht gekürzten Bericht, ergänzt mit Fakten aus dem Rechenschaftsbericht seines Vorgängers Wolfgang Maurach, um möglichst viele Mitglieder über die Arbeit im Landesverband zu unterrichten.

Die Gemeinschaft hat 18 zahlende Mitglieder. Es gibt weitere interessierte Balten, die bei größeren Veranstaltungen ebenfalls dabei sind. Die Wohnorte liegen in Magdeburg, Halle/Saale, Weißenfels, Wernigerode, Wanzleben, Oschersleben, Seeland/Gatersleben, Brandenstein (bei Möckern), Berlin, Freyburg/Unstrut, Schkopau (bei Merseburg), Angermünde, Salzatal/Beesenstedt und Wettin/Brachwitz.

Das Alter liegt bei den meisten Mitgliedern bei 80 oder mehr. Die Ältesten unserer Gemeinschaft werden 102 beziehungsweise 99 Jahre alt. Nur 6 Mitglieder sind 65 oder jünger. Leider konnten wir keine Jugendlichen zur Mitgliedschaft motivieren.

Wie jedes Jahr unternahmen wir im Sommer ein Treffen, dieses Jahr fand es in Bitterfeld statt. Vom Bundesvorstand war Christian Toop dabei. Schwerpunkte der jährlichen Veranstaltungen sind die Sommertreffs und die Weihnachtsabende in Halle. Besonders erwähnenswert sind auch die Veranstaltungen mit lettischen Teilnehmern, wie Konzerte mit Instrumentalisten und Chören in Lettland und in Sachsen-Anhalt. 2019 gab es, wie jedes Jahr, Besuche unserer Mitglieder in Lettland und Estland. Wir haben ja auch Mitglieder von „Domus Rigensis“ unter uns. Zu meinem 80. Geburtstag im Sommer waren auch mehrere aus unserer Gemeinschaft anwesend. An wichtigen Zusammenkünften in Darmstadt oder Lüneburg versuchen wir ebenfalls, dabei zu sein. Einige von uns sind auch in der „Carl-Schirren-Gesellschaft“.

Unsere Altersstruktur bringt es mit sich, dass wir zahlenmäßig abnehmen. Insofern ist ein Aufrechterhalten der Gemeinschaft im Rahmen des Bundeslandes Sachsen-Anhalt für einige Jahre möglich.

Magdeburg, den 26. März 2020

Prof. Dr.-Ing. habil. W. Lilienblum

Vorsitzender









 

Landesorganisationen

In der Deutsch-Baltischen Gesellschaft sind acht Landesorganisationen vertreten. Der Kulturverein ist in Orts-, Bezirks oder Regionalgruppen organisiert. Hier finden Sie eine Kontaktadresse in Ihrer Nähe, nach Orten in alphabetischer Reihenfolge.

Herdweg 79 · D-64285 · Darmstadt · Telefon 06151-434 57