„Das, was kommt – erwartet niemand“ - Baltische Kunst

Internationale Kulturtage Mare Balticum vom 19. bis 21. November 2021 im Haus der Deutsch-Balten (Herdweg 79, 64285 Darmstadt)


Eine „Region ohne Gesicht“ – das sei das Baltikum, so hieß es vor bald 30 Jahren in Patrik von zur Mühlens „Baltischer Geschichte in Geschichten“. Durch den Kalten Krieg unzugänglich und daher in der kollektiven Erinnerung Westeuropas vergessen gälte es nun das Baltikum und seine Kultur „aufzuzeigen, zu zeichnen“: die Landschaft, die alten Städte, die Herrenhäuser, die Sprachenvielfalt. Das Gesicht einer Region wird auch geprägt durch die Kunst. Doch was ist baltische Kunst, gibt es eine baltische Kunst oder ist ihr Charakter national geprägt (estnisch, lettisch, litauisch), ethnisch (deutschbaltisch, jüdisch, russisch) oder ideologisch (sowjetisch, nationalsozialistisch)? Unter welchen politischen und materiellen Voraussetzungen entsteht Kunst im Baltikum – während der Zarenherrschaft, in den Jahren der Unabhängigkeit, der Sowjetzeit und unter den heutigen, europäischen Bedingungen? Welchen Einfluss haben die Kunstpolitik und der Kunstmarkt?

Die Internationalen Kulturtage Mare Balticum gehen in Vorträgen, Gesprächen und Publikumsdiskussionen auf diese Fragen ein und untersuchen die Formen einer kolonialen Kunst, Staatskunst, Repro-Avantgarde und den Kulturtransfer.


Verbunden wird dies mit einer Ausstellung historischer „baltischer“ Kunst.


Informationen und Anmeldung: Deutsch-Baltische Gesellschaft e.V., Herdweg 79, 64285 Darmstadt Tel.: 06151-43457 Fax: 06151-48302 E-Mail: info@deutsch-balten.de


Vorbehaltlich der Bewilligung öffentlicher Zuschüsse und unter Beachtung der zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Bestimmungen.


Otto von Kursell, 'Der Krieg', 1921